Die THG-Quote einfach erklärt

Die THG-Quote verpflichtet Mineralölunternehmen, den CO₂-Ausstoß ihrer Kraftstoffe zu senken. Dein Ladestrom zählt dabei als Einsparung, und diese Einsparung ist bares Geld wert.

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Auf Asphalt gemaltes Symbol für einen Ladeparkplatz für Elektroautos

Wer muss die Quote erfüllen?

Unternehmen, die in Deutschland fossile Kraftstoffe in Verkehr bringen, müssen die Treibhausgasemissionen ihrer Kraftstoffe um einen gesetzlich festgelegten Prozentsatz unter einen Referenzwert senken. Grundlage ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz (§ 37a ff. BImSchG). Der Prozentsatz steigt über die Jahre schrittweise an. Wer die Quote verfehlt, muss eine Strafzahlung leisten.

Was hat dein E-Auto damit zu tun?

Die Quotenverpflichteten können ihre Pflicht auf mehreren Wegen erfüllen, etwa durch beigemischte Biokraftstoffe. Ein anderer Weg: Sie lassen sich Strom anrechnen, der in Elektrofahrzeugen genutzt wird. Seit 2022 können auch private Halter die Einsparung ihres E-Autos geltend machen. Der Gesetzgeber setzt dafür eine pauschale Strommenge pro Fahrzeugklasse an. Wie viel du tatsächlich fährst oder lädst, spielt also keine Rolle.

Warum brauchst du einen Anbieter?

Ein einzelnes Auto ist für einen Mineralölkonzern uninteressant. Deshalb gibt es Quotenhändler, auch Poolinganbieter genannt. Sie sammeln die Fahrzeugdaten vieler Halter, lassen die Einsparung beim Umweltbundesamt (UBA) bescheinigen und verkaufen die gebündelten Zertifikate an die Quotenverpflichteten. Du bekommst einen Teil des Erlöses als THG-Prämie. Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind beträchtlich, siehe Vergleich.

Welche Fahrzeuge zählen?

  • Reine E-Pkw (Klasse M1): der Normalfall.
  • Leichte E-Nutzfahrzeuge (N1) wie E-Transporter. Viele Anbieter zahlen hier deutlich mehr als für Pkw.
  • E-Busse (M3), für die noch höhere Pauschalen gelten.
  • Elektrische Zweiräder (L-Klasse) wie E-Roller und E-Motorräder nehmen einige Anbieter an.

Nicht berechtigt sind Plug-in-Hybride, Vollhybride sowie Erdgas- und Wasserstofffahrzeuge.

Steht in Feld P.3 „Elektro“ und in Feld 10 der Code 0004, ist dein Fahrzeug berechtigt. Wer in C.1.1 steht, bekommt das Geld.

Warum schwankt die Prämie so stark?

Die Prämie ist kein staatlicher Zuschuss, sondern ein Marktpreis. Sie hängt davon ab, wie viele Zertifikate auf dem Markt sind und wie dringend die Mineralölkonzerne sie brauchen. In den vergangenen Jahren gab es deshalb Phasen mit deutlich niedrigeren Prämien als heute. Steigende Quotenvorgaben erhöhen tendenziell die Nachfrage, garantiert ist das aber nicht. Genau deshalb gibt es Fix- und variable Modelle.

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